Tätigkeitsbericht für die Jahre 2006 und 2007

Tätigkeitsbericht der Stiftung Deutsches Hautforschungszentrum (DHFZ) für die Jahre 2006/ 2007

(Diesen Bericht finden Sie in unserem Downloadbereich auch als pdf-Datei.)

Inhaltsverzeichnis

  1. Ausgangssituation
  2. Ziele der Stiftung
  3. Gründungsphase  
  4. Vorstand  
  5. Wissenschaftlicher Beirat                                              
  6. Entwicklung eines Corporate Designs            
  7. Öffentlichkeitsarbeit                            
  8. Finanzen/ Spenden/ Jahresabschlüsse                                                  
  9. Projekte/ Forschungspreise                
  10. Personelles                         
  11. Verein „Freunde und Förderer des Deutschen Hautforschungszentrums e.V.“   

Ausblick 2008

  1. Vergabe der Forschungsförderungspreise 2008                       
  2. Projekte/ Forschungspreise                                                                         
  3. Öffentlichkeitsarbeit                                                                                                         
  4. Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftlichen Beirat                                     

Tätigkeitsbericht 2006/ 2007 der Stiftung Deutsches Hautforschungszentrum (DHFZ)

1.         Ausgangssituation

Es ist bekannt, dass Erkrankungen der Haut zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt gehören, weiter zunehmen und eine hohe psychosoziale Bedeutung haben. Viele Therapien wurden empirisch entwickelt, der Bedarf an besseren Therapiemöglichkeiten ist groß. Die Haut ist aber auch ein interessantes Modellorgan; einige Hauterkrankungen sind Modellerkrankungen. Durch die Aufklärung der molekularen Mechanismen von Erkrankungen der Haut werden jetzt erstmals gezielte Therapien möglich - die Einführung der Biologicals ist ein gutes Beispiel dafür. Da die Haut vergleichsweise leicht zugänglich ist, ist die Wirksamkeit neuer Therapien einfach und gut zu objektivieren. Als Grenzfläche zwischen Organismus und Umwelt ist die Haut zudem auch in hohem Maße geeignet, die Auswirkungen von sich wandelnden Einflüssen auf den Menschen zu untersuchen. Zusammengefasst: Forschung an der Haut ist wichtiger denn je! Gegenwärtig ist Deutschland auf den einzelnen Gebieten Dermatologie, Immunologie und Allergologie sowohl in der akademischen als auch in der industriellen Forschung durchaus wettbewerbsfähig und anerkannt, jedoch international nicht klar führend. Die Vernetzung der relevanten Teilgebiete ist bisher nur zu einem gewissen Grad erfolgt. Obwohl es gute Beispiele für die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Akademie gibt, ist diese insgesamt jedoch noch eher sporadisch. Es existiert ein hohes Synergiepotential, das jedoch noch nicht voll genutzt wird.

2.         Ziele der Stiftung

Vor diesem Hintergrund wurde die Gründung des Deutschen Hautforschungszentrums (DHFZ), einer noch sehr jungen Initiative, initiiert, die sich sehr ehrgeizige Ziele gesetzt hat:

Ziele der Stiftung sind es:

3.         Gründungsphase

a)        Anerkennung der Stiftung

Die Stiftung Deutsches Hautforschungszentrum (DHFZ) wurde am 2. Oktober 2006 von der Senatsverwaltung für Justiz des Landes Berlin gemäß § 80 BGB in Verbindung mit § 2 Abs. 1 des Berliner Stiftungsgesetzes als rechtsfähig anerkannt. 

b)        Anerkennung der Gemeinnützigkeit

Mit Bescheid vom 9. November 2006 hat das Finanzamt für Körperschaften I von Berlin der Stiftung DHFZ vorläufig bescheinigt, dass sie nach der vorgelegten Satzung ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten gemeinnützigen Zwecken im Sinne der §§ 51 ff. AO dient und zu den in § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG bezeichneten Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen gehört. Sie ist damit von der Körperschafts- und Gewerbesteuer befreit und hat einen ermäßigten Steuersatz bei der Umsatzsteuer. Außerdem ist ihr die Entgegennahme steuerbegünstigter Spenden möglich.           

4.         Vorstand

Als Vorstand der Stiftung Deutsches Hautforschungszentrum (DHFZ) wurden im Stiftungsgeschäft Herr Prof. Dr. Khusru Asadullah als Vorsitzender und Herr Prof. Wolfram Sterry berufen. Der Vorstand vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich und verwaltet sie. Er ist insbesondere zuständig für die Aufstellung des Haushaltsplanes der Stiftung, die Beschlussfassung über die Verwendung der Erträge des Stiftungsvermögens und die Konkretisierung des Stiftungszwecks in speziellen Förderinitiativen. Die Mitglieder des Vorstandes verständigten sich über die Maßnahmen, die zur Erfüllung des Stiftungszwecks ergriffen werden sollten, bei mehreren Sitzungen und stimmten weitere Schritte auch telefonisch oder per E-Mail ab.

5.         Wissenschaftlicher Beirat

Nach dem Konzept des DHFZ wird der Vorstand durch einen Wissenschaftlichen Beirat unterstützt. Ihm gehören dem Stiftungsgeschäft entsprechend Prof. Dr. Günter Stock, Prof. Dr. Ulrich Wahn, Prof. Dr. Hans-Dieter Volk, Prof. Dr. Harald Gollnick, Prof. Dr. Thomas A. Luger und Prof. Dr. Rainer Metternich an. Der Vorstand organisierte nach Anerkennung der Stiftung ein Treffen mit den Mitgliedern des Wissenschaftlichen Beirats, das am 18. Dezember 2006 in Berlin stattfand. Dabei wurde diskutiert, wie die Ziele der Stiftung erreicht werden können und wie der Wissenschaftliche Beirat die Arbeit des Stiftungsvorstandes unterstützen kann. Man verständigte sich darauf, dass die Arbeit des Wissenschaftlichen Beirats der eines Aufsichtsrates entsprechen und operative Aspekte, für die der Vorstand zuständig ist, nicht beinhalten soll.

6.         Entwicklung eines Corporate Designs

Ausgehend davon, dass die Stiftung in einer in sich stimmigen und immer wiederkehrenden Form auftreten soll, hat sich der Vorstand der Stiftung in Zusammenarbeit mit der Werbeagentur „diepixelhasen“ (www.diepixelhasen.de) für einen speziellen Schrifttypus und die Farbe blau entschieden und ein Logo entwickelt. Diese Kennzeichen bestimmen sowohl die Gestaltung des Briefpapiers und Infomaterials als auch der Webseite.  

7.         Öffentlichkeitsarbeit

Um über die Existenz der Stiftung Deutsches Hautforschungszentrum zu informieren,  wurden in Zusammenarbeit mit der Werbeagentur „diepixelhasen“ eine Internetseite der Stiftung (www.dhfz.eu) erstellt und Flyer entwickelt und gedruckt. Diese Flyer wurden unter anderem den Medizinischen Fakultäten der Universitäten zur Verfügung gestellt. Im Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft wurde ein Editorial veröffentlicht, das über die Hintergründe und Ziele der Stiftung informiert (JDDG Band 5, Ausgabe 12, Dezember 2007,1085 f).

8.         Finanzen/ Spenden/ Jahresabschlüsse

a)        Spenden       

Dem Vorstand ist es gelungen, bisher neben der Stiftungseinlage in Höhe von 50.000,00 € bereits Spenden in Höhe von 119.170,00 € einzuwerben.

b)        Erstellung der Jahresabschlüsse/ Finanzen

Die Stiftung arbeitet in Bezug auf die Erstellung der Jahresabschlüsse und der Vermögensübersichten mit der BDO Deutsche Warentreuhand AG (www.bdo.de) in Berlin zusammen, die diese Berichte sowie die jährliche Steuererklärung für die Stiftung fertigt.

9.         Projekte/ Forschungspreise

Im Oktober/ November 2007 konnte die Stiftung erstmals drei Forschungsförderungspreise ausschreiben, die mit jeweils 20.000,00 € dotiert sind. Durch diese Preise sollten insbesondere Nachwuchsforschungsgruppen in Deutschland gefördert werden, die an wesentlichen Projekten zur Pathophysiologie von Hauterkrankungen und/ oder der Hautphysiologie arbeiten. Das Geld soll für die Finanzierung eines Doktoranden Verwendung finden. Antragsteller sollten die Leiter von Arbeitsgruppen sein, die in der Regel das 40. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Eine bereits bestehende oder angestrebte öffentliche Drittmittelförderung (z.B. bewilligte DFG-, BMBF- oder EU-Projekte) wurde gewünscht, so dass die Doktorandenstelle als eine Art Co- oder Anschubfinanzierung verstanden werden soll. Auf diese Ausschreibung erreichte die Stiftung eine Vielzahl qualitativ sehr hochwertiger Bewerbungen, bei deren Begutachtung der Vorstand von Vertretern des Wissenschaftlichen Beirats unterstützt wurde. Inzwischen stehen die Preisträger fest.

10.      Personelles

Die Stiftung konnte für die Erledigung der laufenden Verwaltungsarbeiten und zur Organisation besonderer Projekte eine Projektkoordinatorin einstellen. Diese Einstellung wurde für 6 Monate mit einem monatlichen Zuschuss in Höhe von 794,95 € von der Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Potsdam, gefördert. Dieser Vertrag über eine halbe Stelle, der zunächst bis Oktober 2007 befristet war, konnte um ein Jahr bis zum 31. Oktober 2008 verlängert werden.

11.      Verein  „Freunde und Förderer des Deutschen Hautforschungszentrums e.V.“

Am 8. Dezember 2007 haben Freunde und Förderer in Potsdam den Verein „Freunde und Förderer des Deutschen Hautforschungszentrums (Förderverein DHFZ)“ gegründet. Diesem Verein wurde durch das Finanzamt Potsdam mit Bescheid vom 8. Februar 2007 vorläufig bescheinigt, dass er nach der vorgelegten Satzung ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten gemeinnützigen Zwecken im Sinne der §§ 51 ff. AO dient und zu den in § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG bezeichneten Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen gehört. Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte am 15. Mai 2007. Ziel des Vereins ist neben der Mittelbeschaffung für die Stiftung die Aufklärung und Information über Erkrankungen der Haut und entzündliche Erkrankungen sowie über die Haut- und Entzündungsforschung an Hand von Materialien, die von der Stiftung zur Verfügung gestellt werden.

 

Ausblick 2008

1.         Vergabe der Forschungsförderungspreise 2008

Die Preisträger der Forschungsförderungspreise des DHFZ 2008 sind Herr Dr. Robert Sabat von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité Berlin, Herr Prof. Dr. Martin Leverkus von der Klinik für Dermatologie und Venerologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Frau Prof. Dr. Young-Ae Lee von der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie der Charité Berlin. Die Preise wurden am 9. Februar 2008 im Rahmen der Tagung der Berliner Dermatologischen Gesellschaft überreicht. 

2.         Projekte/ Forschungspreise

Nachdem die Vergabe der im November 2007 ausgeschriebenen Forschungsförderungspreise ein großer Erfolg war, möchte das DHFZ Mittel einwerben, die es der Stiftung ermöglichen, auch in Zukunft solche Preise auszuschreiben.

3.         Öffentlichkeitsarbeit

Im DDG-Journal wird eine Mitteilung über die Preisträger der Forschungsförderungspreise des DHFZ 2008 erscheinen, in der auch die Projekte der einzelnen Preisträger kurz vorgestellt werden. Kurze Informationen über die geförderten Projekte und die Preisträger sollen auch auf der Internetseite veröffentlicht werden. 

4.         Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftlichen Beirat

Das nächste Treffen von Vorstand und Wissenschaftlichem Beirat der Stiftung DHFZ ist für den 8. Juli 2008 geplant.

 

Berlin, den 10. April 2008

Prof. Dr. K. Asadullah                                             Prof. Dr. W. Sterry

(Stiftungsvorstand)